7. Schloß-Open 2001
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Erneut Teilnehmerrekord bei den 7. Wertheraner »Schloß-Open«
Titelverteidigung durch GM Vladimir Epishin

Vladimir Epishin behält auch nach seinem zweiten Auftritt im Wertheraner »Schloß« eine weiße Weste. Der für den Lübecker SV in der Bundesliga aktive russische Großmeister gewann wie im Jahr zuvor alle fünf Partien und sicherte sich damit die Sieg-Prämie der Kreissparkasse Halle (Westf.) von 1000 Mark.

In der von 216 Schachfreunden – wieder ein Teilnehmerrekord – verdichteten Treibhausatmosphäre in der Bürgerbegegnungsstätte hatte es der Vorjahressieger diesmal allerdings mit etwas härterer Konkurrenz zu tun. Zwölf Titelträger, darunter die deutschen Großmeister Igor Glek und Michael Bezold, bildeten in der A-Gruppe die schachliche Elite. In der letzten Runde am späten Sonntagnachmittag machte das ELO-Schwergewicht gegen den bis dahin punktgleichen Internationalen Meister Michail Kopylov jedoch alles klar. Der Ukrainer hatte gegen den favorisierten Epishin mit dem scharfen »Wolga-Gambit« auf Gewinn zu spielen versucht. Der Angriff wurde jedoch abgewehrt, der Mehrbauer im Endspiel sicher verwertet. Kam der Erfolg der Nummer eins der Setzliste nicht unbedingt überraschend, so dürfte der dritte Platz des 15-jährigen Bochumers Ilia Zaragatzki schon eine Sensation sein. Die hochtalentierte Nachwuchshoffnung hatte in der dritten Runde Alexander Hoffmann das Nachsehen gegeben und beendete das Turnier ungeschlagen mit vier Punkten. Von den Spielern des ausrichtenden SK Werther schnitt wie erwartet FIDE-Meister Dag Madsen als Zehnter am erfolgreichsten ab. Der sympathische Norweger kann leider nur selten für seinen deutschen Verein ans Brett gehen, will jedoch auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Im Kampf um den von der Brauerei Felsenkeller gesponserten Pokal der B-Gruppe schien zunächst der Osnabrücker Vladimir Korduner allen Konkurrenten davon zu eilen – nach vier Runden hatte er vier Siegpunkte auf sein Konto gebucht. Doch im direkten Aufeinandertreffen mit seinem Verfolger Andre Wokrina mußte der Außenseiter schließlich passen.

In der C-Gruppe hatte sich die weite Anreise für Armin Hübel gelohnt. Der 20-Jährige vom SK Turm Schiefbahn gab nur ein Remis ab und gewann nach Feinwertung den von Optik Böckstiegel gestifteten Siegerpokal.

Neben den Hauptpreisen vergab der Veranstalter natürlich auch in allen Gruppen zahlreiche Sonderpreise Auf einen solchen scheint Reinhard Geisler, Urgestein der lokalen Schachszene, mittlerweile sein Augenmerk zu richten: Wie im Vorjahr holte er sich den Seniorenpreis Ü59 der Spitzengruppe. Auch der Preis für die beste Mannschaft blieb in diesem Jahr in Werther. Hier wurden die drei besten Akteure eines Vereins gewertet, von denen mindestens einer im A-Open starten musste.

Im Vorprogramm des Schloß-Opens gab es in diesem Jahr – ermöglicht durch die Unterstützung der Elektrizitätsversorgung Werther GmbH – ein Schnellschach-Simultan zwischen dem Jugend-Bundestrainer GM Michael Bezold und einer Jugendauswahl aus Ostwestfalen-Lippe. Der Großmeister konnte bei zwei Niederlagen und einem Remis 10 Partien gewinnen.

Siegerfoto

Günter Ludewig vom Hauptsponsor, der Kreissparkasse Halle (Westf.), gratuliert gemeinsam mit Claus Meyer vom ausrichtenden Schachklub Werther den Siegern des 7. Schloß-Opens.
Das Foto zeigt (von links): Andre Wokrina, Vladimir Epischin, Armin Hübel, Claus Meyer, Ilja Zaragatski und Günter Ludewig.

Das Schloß-Open-Team dankt den zahlreichen Helfern sowie den Sponsoren, ohne deren Unterstützung eine Durchführung unmöglich wäre und hofft, im kommenden Jahr beim 8. Schloß-Open vom 22.-24. April 2002 ebenso viele Schachfreunde wie in diesem Jahr begrüßen zu dürfen.

Andreas Diembeck / Holger Sahrhage


update: 28.08.2001 Home © SK Werther 1949 e.V.